Kite-Relaunch: Kite bei allen Windbedingungen aus dem Wasser starten

Wieviele Relaunch Techniken kennst du? Die Old-School-Variante, oder den Kreuzgriff? Nein, Kreuzgriff hat nichts mit einer Geburtstechnik zutun. Und wie sieht es eigentlich mit dem Rückwärts-Start aus? 

Es macht Sinn sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Die verschiedenen Techniken können vor allem im Leichtwindbereich hilfreich sein. Du solltest den Kite somit bei allen Windbedingungen aus dem Wasser bekommen.  

Deshalb: unsere Profi-Relaunch-Techniken in diesem Blog zusammengefasst. 

Kite-Relaunch - mittlerweile ist es einfach den Kite aus dem Wasser zu starten

Mit dem ziehen an einer Lenkleine schälen sich die meisten Tubekites leicht aus dem Wasser, wandern an den Windfensterrand und warten dort geduldig auf den Lenkimpuls nach oben. 

Durch die Depower, die moderne Kites haben, ist es auch keine große Sache wenn mal nicht jeder Handgriff perfekt sitzt. Also man kann sagen: der Relaunch der modernen Tubekites ist mittlerweile denkbar einfach. 

Doch, was ist wenn sich die Rahmenbedingungen ändern und mehr Skills gefordert sind? Dann braucht es Wissen und Technik. Nicht jeder Tubekite lässt sich mit jeder Technik starten. Was bei einem Kite funktioniert, muss nicht unbedingt beim Andern funktionieren. Hier gilt: einfach probieren und die richtige Technik für deinen Kite wählen.

Der Kreuzgriff - ein Session Saver

Der Kreuzgriff ist keine spezielle Geburtentechnik, oder ein Move zur Selbstverteidigung. Es handelt sich um eine Relaunch- Technik die gerade im Leichtwindbereich sensationell funktioniert. Im Schulungsbereich  benötigt man diese Technik häufig, um Flugstunden, auch in grenzwertigen Bedingungen, zu sammeln. Ein fliegender Kite macht einfach mehr Sinn und mehr Spaß. 

Beim Kreuzgriff geht es darum den Kite in der Powerzone umzudrehen, sodass die Fronttube nach oben zeigt um ihn dann starten zu können. Die Details siehst du hier in unserem YouTube-Video.

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Wenn der Kite auf der Fronttube liegt vergewissere dich, dass du die Bar richtig in der Hand hältst (Signalfarbe meist Links). 

Dann ziehe die obere Lenkleine und zusätzlich die gegenüber liegende Zugleine. Wenn sich der Kite rausgeschält hat und 90 Grad steht, lässt man die Zugleine los und hält die Balance nur noch über die Lenkleine. 

Hier gilt den Kite immer gut beobachten und einen Schritt vor raus denken.  

 

Der Oldschool-Relaunch: ein wenig Kite-Geschichte

Nur noch wenige kennen diese Art von Relaunch. Quasi eine Technik die von den ZEN Meistern der alten Schule weitergegeben wird. Die ersten C-Kites waren verdammt schwierig aus dem Wasser zu starten. Die große Fronttube ist förmlich auf dem Wasser geklebt. Ein Start über eine Lenkleine war undenkbar, denn die alten Kites haben sich nicht vom Wasser gehoben. Man musste den Kite durch kraulen oder laufen „umkippen“ (siehe Video) um zu starten. Nach fünf vergeblichen Versuchen war man meist schon ziemlich ausgepowert. Durch dieses mühsame Prozedere hat man dann eine zusätzliche Leine eingebaut: die 5. Leine war geboren. Zuerst also nur für den Relaunch entwickelt, ist man dann drauf gekommen, dass die 5. Leine auch als Safety System funktionieren kann. 

Solltest du noch nie etwas von einer 5. Leine gehört haben, macht dies natürlich nichts. Denn Kites oder Bars mit 5. Leiner werden immer weniger. Um es abzuschließen: Ja, der Relaunch war mühsam. Aber die Technik von damals, die ist heute noch hilfreich. 

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Die Bar wieder einmal überkreuzen. Signalfarbe natürlich links. Der Kite liegt in der Powerzone auf der Fronttube. 

Dann greifst du oberhalb der Bar beim Adjuster (oder beide Zugleinen bei zum Beispiel der Click Bar). Herziehen und wieder loslassen, dann kippt der Kite halb um und ein Tip fängt den Wind. Jetzt schnell die richtige Lenkleine erwischen und den Kite gewohnt aus dem Windfester raus starten.

 Achtung: nicht zu weit laufen oder zu weit schwimmen. 

Rückwärts-Start: ja, das funktioniert auch mit einem Tube-Kite

Einen Rückwärts-Start über beide Lenkleinen kennt man ganz gut von Mattenkites. Doch auch bei Tubekites ist dies eine bewährte Methode um den Kite aus dem Wasser zu bekommen. Gerade bei Kindern, die das Bord am den Füßen lassen um Gegendruck aufzubauen, kann dies eine hilfreiche Art von Relaunch sein. Die Rückwärts Variante funktioniert nicht bei allen Kites im unteren Windbereich. Ob dein Kite diese Variante mag, musst du natürlich selbst probieren. 

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Also: die Bar überkreuzen, sodass die Signalfarbe links ist. Nun weit nach vorne in die Lenk-Leinen greifen und beherzt zu dir ziehen. Achte wirklich darauf, die Leinen impulsiv zum Körper zu ziehen.

Dann lasse den Kite rückwärts hochsteigen. Wenn er eine gewisse Höhe erreicht hat, eine Lenk-Leine loslassen, der Kite dreht sich und fliegt nach oben (Bar sollte natürlich vorne sein). 

 

Fazit

Um für sämtliche Situationen und Bedingungen vorbereitet zu sein, solltest du die unterschiedlichen Varianten immer wieder üben. Wahrscheinlich musst du auch noch herausfinden, welche Relaunch-Technik dir und deinem Tube Kite am meisten liegt. Natürlich macht es einen Unterschied, ob du Bodenkontakt hast, oder schwimmend den Kite starten musst. Für die schwimmende Variante empfehlen wir die Old-School-Methode. 

Solltest du Fragen haben, oder etwas unklar sein kannst du dich natürlich jederzeit bei uns melden.

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