Reisebericht: Kitesurfen auf Sardinien

Sardinien, die Karibik des Mittelmeers. „Sardinien bietet alles was das Kiterherz begehrt!“ Diesen Satz haben wir schon oft gehört und wollten es zu Ostern endlich mal selber wissen. Also sind wir mit ein paar Freunden los!

Auf Sardinien sollte man ziemlich flexibel sein, weshalb wir uns zur Reise mit einem Camper entschieden haben. So konnten wir unterschiedliche Spots anfahren. In diesem Reisebericht wollen wir mit dir ein paar Eindrücke und Informationen zu den Spots auf Sardinien teilen. 

 

Drohnenaufnahme Kitespot Sardinien - türkises Meer

Man muss flexibel sein - Kitespots auf Sardinien

Da es eine Menge Spots rund um die Insel gibt (2.000 km lange Küste, Sandstrände) haben wir uns diesmal entschieden kein AirBnB zu buchen, weil wir eben nicht fix an einem Spot sein wollten. Geplant war mit dem Wind zu fahren und so viele Kitespots wie möglich zu sehen. Das hat super geklappt mit Mietcampers von „Indie Campers“, eigenen Bussen und Wohnmobilen. 

Die Anreise in Olbia

Treffpunkt war „Olbia“, weil wir von Wien die besten Flugangebote bekamen und die Vermieter der Camper dort ihre Base hatten. Würde man die Busse in Cagliari abholen müsste man einen Aufpreis von 200 Euro zahlen und das wollten wir auf keinen Fall. Achtung auch bei einer späteren Ankunft am Flughafen wird eine Abholgebühr erhoben. Ein weiterer Grund warum wir von Olbia gestartet sind, ist das auch unsere Freunde mit ihren eigenen Vehikeln dort mit der Fähre ankamen.

Die erste Kitesession - Punta Trettu

Wir hatten vom ersten Tag an wahnsinniges Glück mit dem Wind und Wetter. In der Woche vor uns hatte es durchgehend geregnet und als wir ankamen war der Niederschlag vorbei. Zu Beginn unserer Reise düsten wir dreieinhalb Stunden in den Süd-Westen zu unserem ersten Kitespot namens Punta Trettu. Dort konnten wir uns auch gleich so richtig bei konstanten Wind austoben. Punta Trettu ist in ein absoluter Flachwasserspot mit genügend Platz für alle Kiter und einen Stehbereich für Anfänger.

Weil der Wind genau richtig war, blieben wir gleich zwei Tage und sind zwischendurch immer wieder nach Sant Antioco zum Essen und einkaufen gefahren. Warme gratis Duschen gibt es in der Marina neben der Eni Tankstelle und die beste Pizza in Town beim Ristorante Dolly in der Via Rinascita 26. In der Stadt gibt es einen großen Conad Supermarkt der Montag bis Sonntag geöffnet hat und toll für einen Großeinkauf ist.

Reisehighlight - Kiten auf Porto Botte

Unser nächster Kitespot auf unserer Reise war Porto Botte und im Nachhinein das Highlight unserer Reise. Als wir in der Nacht ankamen konnten wir nicht viel erkennen und wurden dann umso mehr in aller Früh mit ausgezeichneten Wind zum Foilen überrascht.

Über Mittag wurde es dann mehr und hat bis zum Abend angehalten. Porto Botte ist der perfekte Flachwasserspot für alle Könnerstufen. Man kann hier super trainieren und neue Tricks lernen. Wir hatten auch das Glück ganz alleine an dem Spot zu sein und so wollte keiner von uns auch nur einen Minute Pause machen.

Unsere Base war rechts bei dem Bunker und fast am Ende der befahrbaren Schotterstraße. Man kann ohne Probleme mit dem Camper oder Wohnmobil reinfahren und am Rand oder beim Bunker parken. Da es Frühling war trafen wir einige Einheimische die wilden Spargel auf der Landzunge geerntet haben und uns ein paar Tipps dazu gaben.

Luftaufnahme des Kitespots Porto Botte Sardinien

Auf in den Süden - Chia

Die Windprognose und die Neugierde nach Wellen hat uns dann weiter nach Chia, unseren dritten Spot des Urlaubs, ziehen lassen.

Chia ist am südlichsten Ende von Sardinien und ein ganz besonderer Spot mit seiner Landschaft, dem türkisblauen Wasser und den Flamingos beim Salzsee, der ein Naturschutzgebiet ist. Blöderweise haben wir nicht gecheckt, dass es besser ist vom Campingplatz „Area Camping Chia“ aus raus zu gehen und nicht zwischen dem großen Felsen – der leider den Wind böig macht – und den Klippen. Dadurch war es kein so berauschendes Erlebnis wie in den Tagen zuvor.

Erst am nächsten Tag sind wir dann zum Campingplatz für eine heiße Outdoordusche – immer 50 Cent Münzen dabeihaben – und Frischwasser gefahren. Camper Service kostet 10 Euro und man hat dort direkt aufs Wasser gehen.

Kitesurfen in der Stadt - Cagliari

Da wir mehr von der einheimischen Küche kennen lernen wollten und ein bisschen Sightseeing am Plan stand düste unsere Karawane weiter Richtung Süd-Osten zur Hauptstadt Cagliari. Dort schliefen wir direkt an der Promenade bei einem Parkplatz in der der Nähe des Krankenhauses. Wenn man Platz im Gepäck hat um ein Long- oder Cruiserboard mitzunehmen, dann bitte unbedingt machen. Die Promenade ist der Hammer ist wie in Miami und super geeignet den ganzen Tag rauf und runter zu düsen.

Es gibt kleine Cafés, kalte Outdoorduschen und einen Kitespot mit kleinen Wellen. Abends kann man in die Stadt fahren und typische einheimisch beim Ristorante Ammentos essen gehen. Hausmannskost mit regionalen Produkten der Insel. Wer Lust auf ein paar Cocktails hat ist in Cagliari besten aufgehoben. Es gibt tolle kleine Lokale und alles spielt sich typische südländisch auf der Straße ab.

Auf der Suche nach Wellen - Porto Giunco

Nach zwei Tagen Stadtleben fuhren wir weiter Richtung Osten zum Kitespot Porto Giunco. Er liegt auf der südöstlichsten Spitze unterhalb von Villasimius und hat einen großen Parkplatz mit vielen Bäumen. Der Spot ist perfekt geeignet zum Kitesurfen in der Welle und hat verdammt Spaß gemacht.

Leider hatten wir kein Waveboard dabei aber mit Twintip ging es genauso. Weiters kann man auch super wandern gehen und den Spot von oben betrachten. Auf der Klippe steht ein verlassener Turm und bietet die perfekte Möglichkeit für Fotos oder Dronenflüge. Zum Essen ging es zur Pizzeria La Galleria für eine köstliche italienische Pizza.

Porto Pollo - ein Spot für Windsurfer

Zum Schluss wollten wir uns noch den berühmt berüchtigten Spot Porto Pollo anschauen. Leider hätten wir uns das echt sparen können, denn der Spot ist unserer Meinung nur was für Windsurfer. Die Böen sind unvergleichbar und machen überhaupt keinen Spaß, sodass wir gleich wieder flohen und uns noch ein bisschen bei Leichtwind in San Teodoro austobten. Das war dann der perfekte Abschluss für die Reise.

Kitesurfer mit Flysurfer Kite auf Sardinien am Wasser

Fazit

„Sardinien ist wohl eine der schönsten Destinationen für Kitesurfer innerhalb Europas!“ Diesen Satz haben wir auch schon oft in Zeitschriften oder auf Webseiten gelesen. Alle die ihn verwendet haben, haben vollkommen recht.

Die Kombination mit Wind, karibisch blauen Wasser und Pizza ist einfach der Hammer! Sardinien, wir kommen wieder. 

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